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Meine Erlebnisse in Uganda und warum ich Patenschaften für Kinder von World Vision unterstütze



Nun beginnt wieder die Vorweihnachtszeit, man sagt ja auch, es ist die emotionalste Zeit des Jahres. Die Menschen spüren, wie wichtig Nähe und Geborgenheit sind, gemeinsame Zeit und die Liebe füreinander. Vielerorts machen die Hilfsorganisationen mit Spendenaktionen oder Kinderpatenschaften wie die von World Vision, auf sich aufmerksam. Die Menschen rücken näher zusammen und wollen einander helfen. Gerade an die Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, wird in der Vorweihnachtszeit besonders gedacht.  

http://go.blogfoster.com?cmp=201611WorldVision&web=zuckersuesseaepfel.de#http://www.worldvision.de/kinderpatenschaft
Quelle: www.worldvision.de

Das dies auch das restliche Jahr über ein ganz wichtiger Teil unseres Lebens sein sollte, ist keine Frage. Aber im Trubel des eigenen Alltags, des Berufes und der Familie, geht dies sicherlich auch schnell mal unter. Daher finde ich es wichtig, dass nun überall dazu aufgerufen wird den Menschen zu helfen! Denn wann, wenn nicht jetzt? 

Besuch in einem Kinderheim in Uganda.
 Vor meinen Kindern war ich sehr aktiv in einem Projekt, dass Schulen und Kinderheime in Uganda unterstützt. Ich bin nach Afrika gereist, habe die Kinder besucht, mit den Lehrern gesprochen und viel gesehen, was mich sehr berührt und geprägt hat. Etwas später schrieb ich meine Diplomarbeit über die Lebenssituationen von Kindern in Uganda, speziell bezogen auf die Armut, auf Straßenkinder, Kindersoldaten und wie es Mädchen in diesem Land ergeht. 

Straßenkinder
  Damals hatte ich auch ein Patenkind in Uganda, sie hieß Agnes. Dazu habe ich die Patenschaften für weitere Kinder einer Organisation vermittelt. Mit wenig Geld konnte dort für die Kinder so viel erreicht werden, dass wurde mir bewusst, als ich die Lebensbedingungen vor Ort selbst gesehen hatte. Essen, Trinken, das Schulgeld und die Schulmaterialien, medizinische Versorgung, die Kleidung, ja sogar ein Moskitonetz konnte so für die Kinder angeschafft werden. Denn wie gefährlich Malaria wirklich ist, habe ich selbst in einem Busch-Krankenhaus in Uganda gesehen, in dem ich behandelt wurde. 

Das erste Treffen mit meinem Patenkind Agnes.
Als ich diesen Post schrieb, kam vieles an Gefühlen von damals wieder hoch und ich merke, ich würde gerne wieder vor Ort reisen und die Lebenssituationen der Kinder mehr dokumentieren. Man nimmt die Welt danach ganz anders wahr! Denn noch immer ist es so, dass alleine in Uganda von 1000 Kindern 55 sterben, die Lebenserwartung nicht höher als 55 Jahre ist und es nur 10 Ärzte pro 100.000 Einwohner gibt. 

Auf der Internetseite von World Vision ist auf der Hauptseite eine große Karte, fährt man mit dem Cursor darüber, werden einem die Lebensbedingungen aus den dritte Weltländern und Kriegsgebieten gezeigt. Ich war völlig fasziniert und habe mir alles angeschaut, wie hoch die Unterschiede doch sind! 

Kaugummi war das Größte!
 Eine Patenschaft für ein Kind in einem Dritte Weltland oder Krisengebiet, ist eine besonders nachhaltige und persönliche Form der Unterstützung. Denn es hilft nicht nur dem Kind und den Eltern, sondern einer ganzen Region in ihrer Entwicklung. 

Werkunterricht in der Schule
 Ich hatte damals viel Kontakt zu meinem Patenkind und ihren Eltern. Wir haben uns geschrieben und ich bekam zu Weihnachten immer eine Karte, die afrikanische Motive hatte. Das war ein ganz besonderer Schatz für mich. Darin lag sogar mal ein typisch afrikanischer Ohrring, ich habe ihn immer noch. Als ich vor Ort war, habe ich mein Patenkind auch getroffen, das war ein tolles Gefühl!  

Ich gebe es zu, damals hatte ich große Befürchtungen, wo mein Geld hinkommt und ob es mein Patenkind wirklich erreicht. Diese Ängste haben sicherlich viele Menschen, die sich für eine Patenschaft entscheiden. World Vision legt großen Wert auf diese Transparenz und wurde 2014 mit dem ersten Platz vom Spiegel Online für die Spendentransparenz ausgezeichnet. 

Quelle: www.worldvision.de

Mittlerweile ist mein Patenkind Erwachsen und wir haben keinen Kontakt mehr. Jedoch weiß ich, dass sie eine gute Schulbildung hatte und, auch durch meine Unterstützung, gut versorgt war. Ich kenne die Schule und das Kinderheim in dem sie gelebt hat und ich weiß, ich wäre dort jederzeit wieder Willkommen. Sicherlich wird sie auch dort noch in der Region leben, eine eigene Familie wie ich haben und ich hoffe, sie hatte durch die Patenschaft und allen, die ihr vor Ort geholfen haben, einen guten Grundbaustein, für ein glückliches und erfülltes Leben


 Bei World Vison wisst Ihr bei einer Patenschaft genau, welches Kind Ihr unterstützt und wo es lebt. Ihr erhaltet Informationen über die Entwicklung, Ihr könnt dem Kind natürlich selbst per Post oder (wenn möglich) Email schreiben und es sogar besuchen. Man kann sich auch mit anderen Paten austauschen, andere Reiseberichte lesen oder sogar gemeinsame Reisen organisieren. Es ist schon etwas sehr emotionales und erfüllendes, wenn man sich für eine Patenschaft entscheidet.

Geprüfte Transparenz / Quelle: www.worldvision.de

Bereits 3,3 Million Patenkinder wurden über World Vision vermittelt und die Organisation unterstützt seit 40 Jahren Kinder in Not. Mit lokalen Mitarbeitern vor Ort und insgesamt 44.000 Mitarbeitern in 99 Ländern! Ich finde das großartig und möchte mir gar nicht vorstellen, wie unsere Welt ohne die Hilfsorganisationen aussehen würde. 
 
Quelle: www.worldvision.de
Man kann sich auf der Internetseite auch aussuchen, in welchem Land man welchem Kind helfen möchte. Vielleicht gibt es ja ein Land, das einen besonders verbindet? Und man kann sogar ein Geburtsdatum eingeben und sieht ein Kind, dass irgendwo auf der Welt vielleicht am gleichen Tag geboren wurde, wie das eigene Kind. Dazu hat World Vision über ihre Patenschaften auch ein schönes Video erstellt



 Vielleicht habt Ihr ja auch schon mal an eine Patenschaft für ein Kind gedacht, dass diese Hilfe dringend bräuchte? Ich würde mich freuen, wenn ich Euch ermutigen kann, diesen Gedanken nicht gleich wieder zu verwerfen, sondern einen Schritt weiterzugehen und sich noch mehr über das Thema zu informieren.
 
Ich wünsche Euch alles Liebe und eine schöne Vorweihnachtszeit. 

Bis bald

Kommentare:

  1. Liebe Tanja, ich bin ganz gerührt und bewegt von Deinem Artikel. Nicht nur wegen Deiner Worte, auch die schönen Bilder mit den Kindern, denen Du so zugewendet bist. Nun hast Du selbst eine Familie, für die Du so liebevoll sorgst. Ich habe schon öfters überlegt, eine Patenschaft zu beantragen. Nun werde ich diesen Gedanken weiterführen und mich informieren. Ich fände es für uns als Familie sehr schön, wenn wir zusammen einem anderen Kind helfen würden und meine Kinder auf diesem Wege eine ganz besondere Brieffreundschaft bekommmen.

    Ganz liebevolle Grüße an Dich, Bettina

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    1. Liebe Bettina, ganz lieben Dank für Deinen langen und sehr lieben Kommentar. Ich finde es auch schön, als Familie ein Patenkind zu haben, diesem ein Geburtstags- und Weihnachtspäckchen zu packen, viele Briefe miteinander zu schreiben und das gemeinsame Gefühl zu haben, einem anderen Kind zu helfen.

      Ganz herzliche Grüße zurück, Tanja

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  2. Langsam wirst du mir unheimlich! 😉 Schon wieder eine Parallele - meine Aktivitäten beziehen sich nur nicht auf Uganda sondern gehen nach Indonesien. Ich war bevor die Kathi zu uns kam, oft dort und bin mit einer balinesischen Ärztin über das Land gezogen, war teilweise echt abenteuerlich. Und unser aktuelles Patenkind ist jetzt 9 Jahre alt. Ein guter Freund von uns ist zweimal im Jahr dort u liefert Sachen und Fotos hin und her.
    Ich will auch mal wieder hin... Sehnsucht!!


    Liebe Grüße vom mittlerweile sesshaften
    LandEi

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    1. Ja, wenn ich das so lese liebes Landei, so haben wir wirklich eine ganze Menge gemeinsam. Und ich kann deine Sehnsucht verstehen, als ich den Blogpost geschrieben habe, war sie auch sehr sehr groß!

      Fühl Dich lieb umarmt, Tanja

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  3. Hallo Tanja,
    das ist ein berührender und interessanter Bericht.Wir unterstützen regelmäßig schon seit Jahren über die Schule unserer Jungs ein Projekt in Sumba/Indonesien.Da kann man sich auch sicher sein,dass das Geld wirklich ankommt.Dort bestehen auch persönliche Beziehungen und man bekommt Informationen.
    Gerade habe ich die Fröbelsternfaltanleitung gesehen.Ich gebe nicht auf!
    Übrigens:Tee und Plätzchen schmecken sehr lecker!
    Viele Grüße,
    Monika

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    1. Liebe Monika, auch wir beide haben gefühlt eine ganze Menge gemeinsam, oder? Wie schön, dass Ihr auch eine Schule unterstützt.
      Ich freue mich, dass der Tee und die Plätzchen Euch geschmeckt haben. Ganz liebe Grüße und bis bald, Tanja

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  4. Hallo liebe Tanja,
    Du beeindruckst mich immer wieder ;)
    Danke für diesen tollen Bericht, tatsächlich haben ich und mein Mann erst vor kurzem darüber gesprochen. Ich finde dein Eintrag ist sehr informativ und man bekommt ein gutes Bild von einer Patenschaft :)
    Liebe Grüße
    Hikari

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    1. Vielen Dank liebe Hikari und sehr gerne, ich finde Patenschaften für Kinder sind eine besonders schöne Form der Hilfe. Und ganz lieben Dank an Dich, für die vielenen lieben Kommentare. Ich freue mich immer sehr darüber.

      Bis bald, Tanja

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♥ Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber ♥