Bald ist es soweit, die Geburt rückt näher- ein Rückblick

Bald ist es soweit, die Geburt rückt näher- ein Rückblick

Nun ist es nicht mehr lange bis zum errechneten Geburtstermin, theoretisch kann es jederzeit losgehen und es fühlt sich noch völlig unrealistisch an, dass wir bald zu fünft sind. Vor Kurzem hat mir eine Leserin geschrieben, als Kind Nummer drei da war, waren alle sofort voller Liebe, sie fühlten sich komplett und wie eine Einheit. Genau das ist es, was ich mir für uns auch so sehr wünsche und hoffe, dass es sich erfüllt.

Damals, habe ich Euch ja erzählt, dass ich immer das Gefühl habe, es fehlt noch jemand in unserer Familie. Und ich bin mir sicher, wenn der Kleine da ist, wird es sich für mich endlich komplett anfühlen. Ich kann den Moment ehrlich gesagt kaum erwarten.



Aber, wie das in so einer Schwangerschaft ist, da kommen dann auch die Hormone in großer Zahl und man macht sich viele Gedanken, wie es nun werden wird. Ob wir allen drei Kindern gerecht werden? Ob sich jeder ausreichend von uns gesehen, geliebt und gefördert fühlt? Wie es finanziell klappen wird? Wie unsere Ehe mit drei Kindern und noch mehr Aktion sich entwickeln wird? Wie es beruflich bei mir weitergeht? Wie das Reisen, das wir so sehr lieben, mit drei Kindern wird? Ich könnte noch so viele Fragen mehr aufzählen…! 


Und auch bei den Kindern entstanden immer mehr Fragen und Gedanken, manche äußerten sie direkt, manche beschäftigten sie auch innerlich. Beide wurden von Woche zu Woche anhänglicher. Sie haben uns unendlich viel geknuddelt und geküsst, gesagt wie sehr sie uns lieben und wollten ganz viel in unserer Nähe sein. 



Wie oft habe ich meinen Sohn aus dem Kindergarten morgens wieder mitgenommen, weil er so gerne Mamazeit haben wollte. Dann sind wir zusammen in die Bücherei oder am Wasser spazieren gegangen oder einfach zusammen frühstücken. Sobald er wusste, wann ich einen Arzttermin habe, wollte er unbedingt mitkommen und sein Brüderchen sehen. Und wie oft bin ich Arm in Arm bei meinen Kindern abends mit eingeschlafen, weil wir die Nähe so genossen haben.




Mein Mann und ich haben unseren Kindern in den letzten Monaten sehr viel Zeit mit uns ermöglicht. Spielen, Basteln, ins Theater oder Kino gehen, Fahrrad fahren, Eis essen, Mutter-Kind Kurse, Picknicken, auf den Spielplatz und an den See oder Strand…mal nur mit mir, mal nur mit dem Papa und so oft es ging, wir vier zusammen. 



Wir haben zusammen jedes Fest gefeiert, das sich anbot. Bei Freunden, auf Bauernhöfen, im Kindergarten, in der Schule und unser Richtfest für den neuen Anbau. Und wir sind extra noch mal viel verreist, waren in Dänemark, auf Fehmarn und Usedom und in Frankreich. Nur Zeit für uns.




Wir haben meiner Tochter einen großen Wunsch erfüllt, sie reitet nun einmal wöchentlich auf einem Isländer Hof. Und auch wenn wir an dem Tag vier Stunden mit dem Fahrtweg und Unterricht brauchen, so war es die absolut richtige Entscheidung. 


Und auch mein Sohn hat seinen eigenen Papanachmittag bekommen und geht nun mit meinem Mann regelmäßig zum Turnen. Wir haben die weiteren Hobbys unserer Kinder in der Woche so gelegt, dass sie sich auch mit Baby gut organisieren lassen und wir beide als Eltern gleichviel im Wochenalltag eingebunden sind. So hoffen wir, dass keiner der Drei zu kurz kommt.

Auch unseren Hausumbau haben wir in den letzten Monaten in Angriff genommen und wie es aussieht haben die Kinder in ein paar Wochen endlich ihre eigenen Zimmer. Bisher ist unser Haus recht klein und der Anbau immer in unserem Kopf gewesen. Nun mit bald fünf Personen, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht.



 

Die Schwangerschaft empfinde ich als sehr schön, aber auch als sehr anstrengend. Es gab Wochen, da habe ich nur gestrahlt. Und es gab immer wieder auch Zeiten, da dachte ich, ich mag nicht mehr. Da hat sicherlich mit meinem Alter zu tun, damit das hier noch zwei Kinder den ganzen Tag rumwuseln und das ich trotzdem die ganze Zeit nebenbei arbeite. 


Dazu die starke Übelkeit in den ersten Monaten, die sich nun in den letzten vier Wochen wieder bemerkbar gemacht hat. Naja und was man als Schwangere halt noch so für Wehwehchen hat, wenn man an Gewicht zunimmt und kleine Füße einen von innen immer fleißig treten. Ich weiß im Moment weder, wie ich nachts schlafen soll, wie ich gemütlich sitzen kann oder wie ich die Treppe in unserem Haus hochkomme. Kurz gesagt, ich freue mich wahnsinnig auf die Geburt.




 

Mittlerweile wartet hier auch alles auf den Kleinen; die süßeste Babykleidung, ein Körbchen, Trage und Tuch, eine Babyschale, eine Wickelkommode mit selbstgebautem Aufsatz von Freunden und ein Kinderwagen, zum Verlieben schön. Ich habe gemerkt, wie sehr wir uns beim dritten Kind nun reduziert haben. Vieles was wir früher gekauft haben, hat nun nicht mehr den Weg zu uns gefunden. Mal lernt bei jedem Kind dazu.


Ich war in dieser Schwangerschaft auch das erste Mal nicht in einem Fotostudio um Babybauchbilder machen zu lassen und trotzdem habe ich viele schöne Bilder. 



Am Strand in Dänemark zwischen den Dünen, im Garten, mit Blumenkranz im Haar und ein spontanes Fotoshooting mit meinen Kindern, das überhaupt nicht geplant war. Als ich die Bilder sah, habe ich mich sehr gefreut, wie schön sie geworden sind. Ganz ungezwungen, aus der Situation heraus und natürlich schön. 


Nun warten wir die nächste Zeit sehr gespannt, was für ein kleines Menschenkind den Weg zu uns findet und wie wir uns als Familie neu finden. Wir können es kaum erwarten.

Alles Liebe, 

  1. Hallo,liebe Tanja,wie berührend und ehrlich du immer schreibst!Du weißt ja,wie gerne ich bei dir mitlese,auch wenn ich mit 2 erwachsenen Kindern vielleicht nicht ganz zur Zielgruppe gehöre.Aber ich bin ja auch Erzieherin und arbeite mit den Kleinen ab 2Jahren.Ausserdem gefällt es mir bei dir eben so gut.
    Ich freue mich mit dir,verstehe aber auch deine Sorgen.Aber IHR SCHAFFT DAS schon!!!
    Als ich mit meinem zweiten Sohn schwanger war,hatte ich plötzlich Sorge,ob es überhaupt möglich ist ein zweites Kind so sehr zu lieben,wie das erste.Es war absolut kein Problem ;-) !!!Und natürlich habe ich mich auch gefragt,ob ich es mit zwei Kindern schaffen würde.Zum Glück war mein Großer kein bisschen eifersüchtig (er war drei).Nur wochenlang ganz furchtbar aufgeregt und freudig und neugierig.Das war manchmal anstrengend,aber auch schön.Ich bewundere ihn heute noch,wie großzügig er seinen kleinen Bruder akzeptiert hat.
    Die Erfahrung hat gezeigt,dass man in seine Aufgaben einfach hineinwächst.Du bist ja schon eine erfahrene Mama.Ganz toll ist doch auch,dass ihr noch Ferien habt und nicht direkt den Alltag mit Schule usw.
    Liebe Tanja,genieß den Rest deiner Schwangerschaft und pass auch auf dich auf.
    Alles Gute für die Geburt!
    Viele Grüße,
    Monika


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    1. Liebe Monika,
      ich freue mich immer sehr über Deine lieben Nachrichten und danke Dir sehr, für die aufbauenden Worte. Ich glaube, die Mama-Hormone sind da nicht ganz unschuldig und es gibt Momente da denke ich, es wird alles schön und ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Und dann kommen Momente, da denke ich, hoffentlich schaffen wir es und es wird so, wie wir es uns wünschen. Meine beiden sind auch sehr lieb zusammen und zum Glück gar nicht Eifersüchtig aufeinanden. Sie vermissen sich schon, wenn sie Vormittags nicht zusammen sind. Es ist wirklich allerliebst. Daher bin ich gespannt, wie ein weiteres Familienmitglied sich nun bei uns einfügen wird. Ich bin auch sehr froh, dass wir erst einmal Ferien haben und mein Mann in Elternzeit geht, wenn der Kleine kommt. Vielen Dank Du Liebe und bis bald, Tanja

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  2. Liebe Tanja,
    ein sehr berührender Beitrag.Deine Gedanken, ob ihr allen gerecht werden könnt,sind sicher ganz natürlich. Doch ich bin mir sehr sicher, dass ihr das wunderbar meistert.Ihr habt so einen guten und warmherzigen Blick auf eure Kinder und nehmt ihre Wünsche und Sehnsüchte wahr.Die festen Elternzeiten innerhalb der Woche sind für die beiden Größeren eine gute Idee. Ich wünsche euch allen alles erdenklich Liebe & Gute, eine schöne Geburt und eine warme Zeit des Kennenlernens.
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Lydia

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    1. Vielen Dank liebe Lydia für Deine lieben Worte. Wir hoffen sehr, dass wir als Familie schnell neu Zusammenfinden und keines der Kinder zu kurz kommt. Auf die Zeit des Kennenlernens mit dem Baby freue ich mich besonders. Die ersten Tage sind immer besonders "magisch". Liebe Grüße, Tanja

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