Wie schaffe ich es, zu Hause mit Kindern Ordnung zu halten?

Wie schaffe ich es, zu Hause mit Kindern Ordnung zu halten?


Seit Jahren werde ich immer wieder gefragt, wie schaffst Du es, zu Hause mit den drei Kindern und neben dem Beruf, auch noch Ordnung zu halten? Immer wieder wollte ich darüber schreiben und nun sind wir seit Wochen zu Hause und das Thema „Ordnung halten und Aufräumen“ ist bei uns gefragter denn je. 

In dem Rattankorb sind meine Nähmaschine und Filzsachen "versteckt"

Mit Kindern Ordnung halten

 

Die Wäscheberge türmen sich, bei jeden Essen entsteht als Familie doppelt, dreifach oder sogar vierfach so viel Geschirr. Es hängen mehr Jacken, mehr Schulranzen, mehr Rucksäcke und Taschen herum, ganz zu schweigen von den ganzen Schuhen. Und nicht zu vergessen, liegen gerne überall Spielzeug, Bücher, Bastelsachen, Spiele, Kleidung und andere kleine und größere Dinge auf den Tischen und Fußböden. Auch wenn man als Familie noch so Minimalistisch leben würde, was wir definitiv nicht tun, jeden Tag wieder gibt es ein kleineres oder gar größeres Chaos zu bewältigen. 

Die Couch ist auch oft eine Höhle

Richtig aufräumen, aber wie?


Heute schreibe ich Euch daher von meinen kleinen Tricks, unserer Einstellung zum Haushalt, was noch nicht so gut klappt und als ganz besonderes Extra, erzählen Euch demnächst auch noch drei weitere tolle Mamas und Bloggerinnen, wie es bei ihnen zu Hause so läuft und welche Tricks sie haben. 

  4 Mamas mit zusammen 16 Kindern erzählen ihre Tipps


Mit dabei, Alexandra von Reges Leben, Carola von Frische Brise und Uta von Utas Glück. Alles drei Blogs, die ich unglaublich gerne lese und Frauen, Mamas und Bloggerinnen, die supersympathisch sind.

Heute geht es aber erst einmal zu uns nach Hause und ich plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen. 

Teil 1 Unser Zuckersüße Äpfel zu Hause 

 

 Zuerst einmal und ganz wichtig! Es sieht hier nie in jedem Raum blitzeblank und aufgeräumt aus. Auch wenn die Bilder oft den Anschein erwecken, wir räumen gefühlt den halben Tag auf und währenddessen räumt eines der Kinder (oder gleich alle drei) in einem anderen Raum wieder alles aus.

 Manchmal habe ich das Gefühl, gegen Windmühlen zu arbeiten und manchmal freue ich mich, dass es ein paar Tage richtig ordentlich und aufgeräumt ist. Aber, was uns ganz wichtig ist, es ist immer eine Grundordnung drin, so dass ein Aufräumen gut möglich ist. Denn diese Struktur brauchen wir, um uns hier zu Hause wohlzufühlen. Und wie wir das schaffen, erzähle ich Euch jetzt. 


1) Kisten, Körbe und Co, alles hat seinen Platz! 


Eine große Hilfe in unserem Alltag sind viele verschiedene Kisten, Körbe, Schubladen und Regale, in denen alles seinen festen Platz hat. Diese Plätze ändern sich auch nicht und bestehen oft schon, seitdem die Kinder klein sind. So haben meine Kinder in ihren Schlafzimmern kleine Fächer für ihre Unterhosen, Unterhemden, Bodys und Strümpfe, jedes Kind seine eigenen. Auch für die Mützen, Schals und Handschuhe, hat jedes Kind ein eigenes Fach. Meine Kinder holen sich dort alles heraus, was sie brauchen, zum Beispiel, bevor sie rausgehen und legen es wieder hinein, wenn sie reinkommen. Wir Eltern haben auch solche Fächer in unseren Kleiderschränken.

Die vier Kisten und das Bücherregal im Schlafzimmer meiner Tochter


Auch die Jacken und Taschen hängen alle immer an den gleichen Haken. Die Schuhe stehen immer am gleichen Platz. So zieht es sich bei uns durch das ganze Haus. In den Kinderzimmern hat jedes Spielzeug, einen anderen großen Sack oder eine Kiste. 

  Tagsüber wird gespielt

Playmobil, Lego, Holzfiguren, Schleich, Kapla Steine und Brio {alles unbeauftragte Werbung}, ist immer geordnet. Auch die Bücher und Spiele haben ein extra Regal. Wollen unsere Kinder damit spielen, räumen sie alles aus. Dann sieht das Kinderzimmer natürlich auch so aus und der ganze Teppich ist voll. Auch wenn sie zum Beispiel Höhlen bauen, räumen sie alles aus. Das gehört dazu und ich finde es ganz wichtig, dass sie in das Spiel ganz eintauchen können. 

Und beim Aufräumen kommt alles zurück in die Spielzeugkisten oder Spielzeugsäcke

Gemeinsam aufräumen fördert die Hilfsbereitschaft


Aber, wollen sie etwas Neues spielen und brauchen Platz, räumen wir das Zimmer auf. Wenn sie möchten, räumen wir zusammen auf. Mein Sohn freut sich über Hilfe, meine Tochter räumt am liebsten alleine auf. Aber es erspart Frust, macht mehr Spaß, sie lernen Hilfsbereitschaft und helfen auch gerne bei den Anderen mit, wenn wir dort aufräumen. Inklusive unserem Wohnzimmer und der Küche, also auch für uns sind unsere Kinder dann eine große Hilfe. 

Auch für die Musikinstrumente gibt es eine Kiste

Wäschechaos vermeiden, so klappt es


Unsere Wäsche sammeln wir in drei großen Wäschesäcken, die in der Badewanne stehen. Darin ist die Wäsche gleich nach weißer, dunkler und bunter Wäsche sortiert und wir nehmen einen vollen Sack einfach mit in den Waschkeller und bringen den leeren Sack wieder mit hoch.

Unsere Wäschesäcke vom Möbelschweden im Badezimmer

 Die fertige Wäsche kommt in Kisten, die dann wegräumt werden. Wir bügeln so gut wie nie. Außer es steht eine besondere Feier an oder ich nähe etwas mit einer Applikation. Die Arbeitsteilung zwischen meinem Mann und mir ist im ganzen Haus und Garten bei uns selbstverständlich. Die Kinder sehen dies, bekommen es vorgelebt und machen es uns so nach. 

2) Ich versuche Dinge immer gleich wegzuräumen 


Wenn wir kochen und backen, räume ich immer gleichzeitig nebenbei die Küche auf. Das heißt, alles, was wir nicht mehr brauchen und schmutzig ist, wandert sofort in den Geschirrspüler oder in die Spüle. Ich wische nebenbei die Arbeitsplatte, spüle Dinge per Hand ab und halte den Platz immer so sauber wie möglich. Nach dem Essen muss dann nur noch das schmutzige Geschirr in den Geschirrspüler geräumt werden, fertig. Zum einen habe ich es bereits so gelernt. Zum Anderen haben wir ja eine offene Wohnküche und schauen automatisch auch immer in die Küche. Daher mögen wir alle dort kein schmutziges Geschirr stehen haben.

Unsere offene Wohnküche

Die Küche sauber halten 


Der Geschirrspüler läuft bei uns einmal am Tag und sobald er sauber ist, wird er ausgeräumt. Denn ist er voll, kann nichts Neues reingestellt werden und es würde nur herumstehen. 

Während das Essen kocht, räumen wir die Küche auf

Unser Motto: Es ist unser Haus, daher helfen alle mit

 

Unsere Einstellung zum Haushalt ist ganz einfach. Es ist unser Haus, daher helfen alle mit! Wirklich alle, auch der Kleinste. Er ist von allen drei Kindern {noch} der fleißigste Aufräumer und liebt es zum Beispiel, den Geschirrspüler auszuräumen. Dabei darf er alles nehmen, bis auf die Messer und Gabeln wegen der Verletzungsgefahr. Ein „Nein“ hat er schnell akzeptiert, denn er darf alles Andere ausräumen. Es ist ihm natürlich schon mal ein Teller oder ein Glas heruntergefallen, aber das nehmen wir in kauf. 


Und Erwachsenen fällt ja auch mal etwas aus der Hand.
Nur wenn eines meiner Lieblingsteile im Geschirrspüler ist, nehme ich es vor ihm heraus und er darf den Rest ausräumen. Denn wenn ich „Nein“ zu ihm sage, vermittel ich ihm, dass ich seine Hilfe nicht möchte. 

Hilfe beim Aufräumen 


Aber die möchte ich ja, darum darf er immer, wie auch seine Geschwister, mithelfen. Meine Kinder greifen alle regelmäßig zum Besen oder Staubsauger, bringen den Müll und das Altpapier heraus, wischen den Tisch ab und füllen den Geschirrspüler. Sie machen es manchmal nicht so ordentlich, wie wir Erwachsenen es machen würden. Aber ich lasse sie machen und arbeite auch nicht hinterher. Das würde ihnen das Gefühl geben, es nicht gut genug gemacht zu haben und sie entmutigen, beim nächsten Mal wieder zu helfen.

 Was weg ist, ist weg 


Was mir ganz wichtig ist, alles, was an Müll herumliegt, wird immer sofort wegsortiert. Das ist mit den Windeln so, leeren Klopapierrollen, Verpackungen von Lebensmitteln, Papierschnipseln, Altglas usw. Was wir nicht mehr brauchen, wird weggeräumt. Nicht später, sondern sofort, wenn es mir in die Hände kommt. Und auch hier hat immer alles seinen festen Platz wie Mülleimer, Beutel und Kisten. 

Auch im Badezimmer hat alles sein "Körbchen"

Mein Mann und ich teilen uns den großen Haushalt, zum Glück war das immer selbstverständlich und nie ein Thema. Er macht überwiegend die Wäsche, ich räume sie weg. Er putzt die Bäder {das kann er einfach viel besser als ich} und Fenster, ich wische Staub und putze die Schränke und Regale. Wir wechseln uns mit dem Fegen und Staubsaugen ab, mit dem Einkaufen, Kochen und Backen. 

 

Arbeitsteilung entlastet 


Wie schon oben geschrieben, natürlich sieht es bei uns nicht in allen Räumen und Ecken super ordentlich aus und jeden Tag wieder müssen wir neu auf- oder wegräumen. Bei fünf Personen, davon drei spielenden, malenden und bastelnden Kindern, bleibt das einfach nicht aus. 

Eine Grundordnung halten 


Wir versuchen aber eine Grundordnung zu halten, das finde ich für unser Wohlbefinden ganz wichtig. Ich brauche einfach eine gewisse Ordnung und Struktur um mich herum und auch dem Rest meiner Familie geht es so. Das merkt man auch bei den Kindern, wenn sie nicht mehr spielen wollen. Dann räumen wir das Zimmer einmal gründlich auf und danach ist wieder viel Platz für neue fantasievolle Ideen. 

3) Was klappt nicht so gut beim Aufräumen?


Immer wieder wünsche ich mir einen Esstisch, nur zum Essen, Basteln und Spielen. Aber leider landen ständig Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Spielzeug und anderer Kram darauf. Den schiebe ich oft einfach nur zur Seite, damit wir essen können. Das stört mich sehr.



Auch habe ich im Wohnzimmer einen wunderschönen alten Buffetschrank, der leider immer ganz schnell zur Ablagefläche {von mir selbst} wird. Diese beiden Plätze hätte ich gerne aufgeräumter. Vielleicht klappt es ja bald.

Und beim nächsten Mal erzählt uns Uta, Mama von vier Kindern und Bloggerin auf Utas Glück, welche Tipps sie für uns hat, um zu Hause Ordnung zu halten. 

Wie handhabt Ihr das mit der Ordnung? Habt Ihr auch noch Tipps für uns? 


Alles Liebe, 



Weitere Blogposts aus dieser Reihe: 

„Wie schaffe ich es, zu Hause mit Kindern Ordnung zu halten“ bei Utas Glück

 „Wie schaffe ich es, zu Hause mit Kindern Ordnung zu halten“ bei Frische Brise

Herzlich Willkommen bei Zuckersüße Äpfel, dem kreativen Familien- und Reiseblog. Hier wird gebastelt und gewerkelt, gehäkelt, gekocht und gebacken, gelesen, gespielt und gereist. Dazu gibt es immer wieder schönes und nachdenkliches aus dem Alltag als Mama von drei Kindern und meine internationale Interviewreihe "Mamasein in ...". Ihr könnt mir auch per Newsletter, Facebook, Instagram oder Pinterest folgen.  Authentisch und liebevoll, so wie wir sind, nehmen wir Euch mit in unsere bunte Welt.


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  1. Liebe Tanja!
    Wie lieb von Dir, daß ich bei dieser schönen Serie mitmachen darf! Ich kann alles aus Deinem Blogpost unterschreiben: das Wichtigste ist, Chaos gar nicht erst entstehen zu lassen und jedem, wirklich JEDEM Teil einen festen Platz zu geben!
    Danke für Deinen Einblick in Euren Haushalt
    und alle Liebe von
    Uta

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    1. Hallo liebe Uta, ich freue mich auch sehr, dass Du dabei bist. Da hast Du recht. So klappt es am besten.

      Ganz liebe Grüße und bis bald, Tanja

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  2. Katharina Bertram4. April 2020 um 10:33

    Danke für den tollen Einblick! Ich finde es ja immer so spannend zu sehen, wie es bei Anderen aussieht und freue mich über die Tipps.

    Einen sonnigen Tag für Euch, Katharina und Familie

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    1. Hallo liebe Katharina, vielen Dank. Ich schaue auch so gerne bei anderen Familien und nehme immer wieder neue Ideen mit. Ganz liebe Grüße, Tanja

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  3. Die Spielzeugsäcke sind ja super! Woher sind sie?

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  4. Wir sind zu siebt Zuhause und haben die Kinder in die anstehenden Arbeiten mit ei gebunden. Jeder hat einen Tag Tischdienst pro Woche. Dazu bekommt jeder (unsere sind zwischen 8 und 18 Jahren) individuell Aufgaben nach seinen Fähigkeiten und Alter. Ich versuche gegen das Messiesyndrom der Familie anzuarbeiten, indem ich Dinge die nicht benötigt werden verschenke, verkaufe oder Spende. Trotzdem gelingt es mir nicht immer in allen Ecken Ordnung zu halten, aber das nehme ich an als IST-ZUSTAND und nicht als Schwäche.

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    1. Das hört sich super an und ist eine tolle Einstellung. Ganz liebe Grüße, Tanja

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